19. April 2014 – Karfreitag

19. April 2014 – Karfreitag

Der Kreuzweg Jesu hat mit Sünde zu tun, das wissen wir alle.
Wir bekennen es ist der Weg, der zu unserer Erlösung führt.
Sünde ist eine schwere Last. Sie lastet schwer auf uns oft unerträglich.
Wir können vor uns und anderen  nicht mehr bestehen.
Sünde wird zum Kreuz, zur schweren Last.
Sie macht einsam, isoliert, nimmt gefangen.
Man fühlt sich im Gericht.
Wir gehen ins Gericht über uns und über andere.
Wenn wir über uns richten ist dies wie ein Todesurteil,
weil wir mit der Schuld selbst nicht klarkommen.
Wenn andere über uns richten sind wir oft alleingelassene Sünder,
die in ihrer Schuld einsam und verlassen sind.
Wen lassen wir über uns richten?
In diese Verlorenheit kommt Jesus als Freund. Er nennt sich Freund der Sünder. 
Er trägt das Kreuz der Sünde.
Lasten werden abgenommen. Er beugt sich unter der Last unserer Sünde.
Er beugt sich unter der Last meine Sünde, um mich aufzurichten.
Gericht löst sich in Barmherzigkeit auf.
Die Sünder bekommen wieder ein zuhause.
Sie bekommen wieder Würde, nicht aus sich selbst,
sondern aus dem der unendlichen Liebe Jesu.  
Ich kann wieder in Spiegel schauen.
Am Kreuz vollendet sich radikal was Jesus gelebt hat.

Die Barmherzigkeit Jesu wird zum Maßstab und zum Auftrag für alle, die mit ihm sind.
Der heimkehrende Sohn wird aufgenommen, ein Fest beginnt,
doch es liegt ein Schatten darauf, weil der Bruder sich darüber nicht freut.
Welch ein Schmerz für Vater und Sohn.

Doch die Liebe des Vater ist immer wartende Liebe, auch für den Sohn zu Hause,
der nicht zu Hause ist. Der zu Hause in der Fremde ist,
eben nicht in der alles umfassenden Liebe und Barmherzigkeit.

Die zentrale Botschaft Jesu in seiner Verkündigung:
Kehrt um, kommt nach Hause.

Der Vater und ich warten auf Dich.


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