13. Febr. 2014 – zum heutigen Evangelium

13. Febr. 2014 – zum heutigen Evangelium

Mk 7,23-30
26Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben. 
27Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden
vorzuwerfen.
Wir erleben hier Jesus ganz anders als sonst.  „Er heilte viele“ oder gar „alle“, das ist normaler Weise sein Verhalten. Jetzt aber ist er plötzlich so zurückhaltend, ja abweisend, für unser Empfinden sogar  verletztend.
Es muss also etwas vorliegen, was wir nicht auf Anhieb verstehen können, weil wir in einer anderen Situation leben.
 Zunächst macht Jesus eindringlich deutlich: Den Juden kommt eine besondere Rolle im Heilsplan Gottes zu. Diese Rolle, geht vor und sie soll schließlich für alle Menschen Heil bringen. Aber noch ist es nicht an der Zeit.
Die Rolle der Juden begründet sich in der besonderen Berufung zum Volk Gottes, aus dem der Heiland hervorgeht, das Licht für
alle Völker. Er muss zuerst bei ihnen ankommen.
Was uns betroffen macht ist wohl auch, dass Jesus die Heidin in Verbindung mit Hunden bringt. Eigentlich bedeutet das griechische Wort Hündchen.  Hund klingt so negativ, obwohl es gar nicht so ist, damals und heute. Wenn ich an die Hundehalter denke, die jeden Morgen und Abends an meinem Haus vorbeigehen, stelle ich fest, dass mancher denkt so ein Hund will ich auch sein. Ein Hund, Hündchen ist ein Familienglied, aber eben nicht ein  Kind der Familie. Die Kinder sind in der Tat vorzuziehen, wenn es auch Kinder und Erwachsene gibt, die es lieben,  bettelnden Hündchen etwas vom Tisch zu geben.
Es gibt also tatsächlich ein Unterschied zwischen den Kindern Gottes und denen, die den Gott Israels noch nicht erkannt haben. Doch der Glaube, der Heidin, wie auch der Glaube des Hauptmanns von Kafarnaum, auch Heide, berührt Jesus so sehr, dass er die  Zeit schneller laufen lässt und vorwegnimmt, was kommen soll, dass allen Völkern dieses Heil zuteil werden soll. Er wird schließlich seine
Jünger zu allen Völkern aussenden.
Sie sollen nicht nur geliebte Geschöpfe Gottes sein, sondern Kinder Gottes, die am Tisch des Herrn essen.


Die Kommentare sind geschlossen.